Virtualisierungshost

Virtualisierungshost: Proxmox VE 8 oder 9 vorinstalliert

Der AMD EPYC 7543P bietet 32 Kerne und 64 Threads mit 128 oder 256 GB DDR4-3200 ECC-RAM.

Die Vorinstallation ersetzt keine VM-Planung. Laufwerkskonfiguration, IP-Zuweisung und Backups verwaltet der Kontoinhaber.

Host-Ressourcen im Überblick

AMD EPYC 7543P

Rechenleistung

32 Kerne / 64 Threads

AMD-V (SVM) und NPT bieten die Hardwarebasis für KVM-VMs.

Speicher

2×1TB NVMe

Beide Laufwerke sind direkt und unabhängig angeschlossen. Speicherpools und Spiegel werden auf dem Host eingerichtet.

Verwaltungsadresse

Erste IPv4-Adresse

Die erste Adresse ist für die Hostverwaltung reserviert. Weitere Adressen werden nach Bedarf zugewiesen.

Hardwarevirtualisierung

AMD-V und NPT für KVM-Hosts

Der EPYC 7543P ist ein Einzelprozessor. Prozessor und Arbeitsspeicher des gesamten Servers stehen einem Konto zur Verfügung. Die Ressourcenverteilung zwischen VMs, der Überbuchungsfaktor und die Planung hängen von der Hostkonfiguration ab.

SVM: Prozessorvirtualisierung

SVM als AMD-V-Funktion ermöglicht hardwaregestützte Virtualisierung. Nach der Installation von Proxmox VE sollte geprüft werden, ob der Host die Virtualisierungsfunktionen erkennt. Anschließend können KVM-VMs erstellt und vCPUs zugewiesen werden.

64 Threads sind eine Serverspezifikation und keine Zusage für 64 dauerhaft ausgelastete VMs. Für die Kapazitätsplanung sind gleichzeitige Last, CPU-Auslastung und Laufwerkszugriffe jeder VM zu berücksichtigen.

vCPUs nach Bedarf zuweisen

NPT: verschachtelte Seitentabellen

NPT ermöglicht verschachtelte Seitentabellen für die Adressübersetzung des VM-Arbeitsspeichers. Die tatsächliche Leistung hängt auch von der Größe des Gast-RAMs, dem Zugriffsmuster, dem verfügbaren Host-RAM und der Speicherlatenz ab.

Bei der Planung von VMs sollten CPU- und RAM-Budget gemeinsam erfasst werden. Mehr vCPUs allein lösen keinen RAM-Engpass.

CPU und RAM gemeinsam planen

Verschachtelte Virtualisierung: KVM in einer VM

Verschachtelte Virtualisierung lässt sich auf dem Host aktivieren. Die benötigten CPU-Funktionen können für eine VM der ersten Ebene freigegeben werden, um darin KVM auszuführen. Das eignet sich zum Testen von Virtualisierungsabläufen, isolierten Umgebungen und Images.

Verschachtelte Virtualisierung ist nicht automatisch aktiv, sobald eine VM erstellt wird. Host-Kernel-Einstellungen, CPU-Konfiguration der VM der ersten Ebene und Erkennung im Gastsystem müssen einzeln geprüft werden. Auch der Overhead der zusätzlichen Ebene gehört ins Budget.

Virtualisierungsfunktionen Ebene für Ebene prüfen
RAM-Planung

128 oder 256 GB nach Spitzenbedarf wählen

Beide Varianten verwenden DDR4-3200 ECC RDIMM. ECC kann Speicherfehler korrigieren und eignet sich für Hosts im Dauerbetrieb. Es ersetzt weder VM-Backups noch garantiert es die Fehlerfreiheit von Anwendungsdaten.

128 GB: Gesamtbedarf prüfen

Geeignet für Deployments mit festgelegter VM-Anzahl und RAM-Obergrenze. Zuerst RAM für Host, Speichercache und Hintergrundaufgaben reservieren, dann den Rest den Gastsystemen zuweisen. Die gesamte nominelle Kapazität steht nicht für VMs zur Verfügung.

Bei ZFS muss der Cachebedarf in die Hostplanung einfließen. Auch Spitzenlasten von Datenbanken, Builds und Massenimporten sind beim RAM-Bedarf der jeweiligen VM zu berücksichtigen.

128 GB DDR4-3200 ECC

256 GB: geplanten RAM-Bedarf abdecken

Geeignet, wenn der gesamte RAM-Bedarf der VMs das Budget der 128-GB-Variante übersteigt oder Kapazität für weitere Gastsysteme benötigt wird. Prozessor, Laufwerksausstattung und Standard-Netzwerk ändern sich durch die RAM-Variante nicht.

Die RAM-Variante muss vor der Bestellung feststehen. Eine nachträgliche Aufrüstung im bestehenden Server ist nicht möglich. Für einen Wechsel ist ein weiterer Server erforderlich; Anwendungen und Daten müssen migriert werden.

256 GB DDR4-3200 ECC

Kapazität berechnen: Nomineller RAM ist nicht gleich VM-RAM

VM-RAM-Budget = Server-RAM − Host- und Speicherbedarf − Betriebsreserve

Das folgende Beispiel veranschaulicht die Budgetplanung und zeigt weder den Standardverbrauch des Systems noch eine garantierte verfügbare Kapazität. Bei jeweils 16 GB für Host und Speicher sowie als Betriebsreserve und 8 GB pro VM ergibt sich:

RAM-Variante des Servers Berechnung des VM-Budgets Beispiel: RAM-Zuweisung für VMs mit 8 GB
128 GB 128 − 16 − 16 = 96 GB 96 ÷ 8 = 12 VMs
256 GB 256 − 16 − 16 = 224 GB 224 ÷ 8 = 28 VMs

Das Beispiel berücksichtigt nur den RAM und sagt nicht aus, dass diese VMs gleichzeitig CPU oder Speicher voll auslasten können. Vor dem Produktivbetrieb sollten repräsentative Workloads getestet und Speicherrückgewinnung, Laufwerkswartezeiten und CPU-Auslastung beobachtet werden. Anschließend lassen sich die Zuweisungen anpassen. Swap kann dauerhaft fehlenden physischen RAM nicht ersetzen.

Speicherlayout

Zwei direkt angeschlossene NVMe-Laufwerke, Speicherpool auf dem Host

Standardmäßig sind 2×1TB NVMe direkt angeschlossen, ohne Hardware-RAID. Die Laufwerke bilden nicht bereits ein RAID-1-Array. Vor dem Anlegen eines Speicherpools sollten Kapazität, Redundanz und Wiederherstellungswege festgelegt werden.

ZFS-Spiegel: Redundanz einplanen

In Proxmox VE lässt sich mit den beiden mitgelieferten Laufwerken ein ZFS-Spiegel einrichten. Die nutzbare Kapazität orientiert sich an einem Laufwerk abzüglich Formatierung, Metadaten und erforderlicher Reserve. Die Kapazitäten beider Laufwerke werden nicht addiert.

Beim Anlegen oder Neuerstellen eines Speicherpools können Laufwerksdaten überschrieben werden. Vor Speicheroperationen sollten die Geräte eindeutig identifiziert und Backups erstellt werden.

Ein Spiegel ersetzt kein Backup

Getrennte Laufwerke: Daten separat speichern

Die beiden Laufwerke können auch als unabhängige Geräte geplant und unterschiedlichen VMs oder Zwecken zugewiesen werden. Dabei entsteht keine automatische Spiegelredundanz. Ein Laufwerksausfall kann die darauf gespeicherten VM-Datenträger und Daten beeinträchtigen.

Bei der Kapazitätsplanung auch Snapshots, Image-Vorlagen und das Datenwachstum berücksichtigen, nicht nur die anfängliche Größe der VM-Datenträger.

Direkt angeschlossen, kein Hardware-Array

Laufwerke hinzufügen: VM-Datenträger separat speichern

Zusätzlich sind 0 bis 2 NVMe-SSDs mit je 2 TB für $70/Monat erhältlich. Alle Laufwerke werden einzeln direkt angeschlossen. Zusätzliche Laufwerke können in einem separaten Speicherpool für VM-Datenträger oder andere Speicherzwecke genutzt werden.

Zusätzliche Laufwerke erweitern einen vorhandenen ZFS-Spiegel nicht automatisch. Poolstruktur, Datenmigration und Backup-Strategie müssen passend zum tatsächlichen Layout geplant werden.

Bis zu 2 zusätzliche 2-TB-NVMe-Laufwerke

Snapshots auf demselben Server sind weiterhin von einem Serverausfall oder Bedienfehler betroffen. Ein Wiederherstellungskonzept sollte externe Backups und Wiederherstellungstests umfassen. Backup-Kopien sollten nicht ausschließlich im ursprünglichen Speicherpool liegen.

Mehrere IP-Adressen

Erste Adresse für den Host, weitere für Anwendungen

Jeder Server enthält standardmäßig 1 dedizierte IPv4-Adresse; bis zu 255 weitere sind möglich, insgesamt maximal 256. Zusätzliche IPv4-Adressen kosten $2/Monat pro Adresse. Die tatsächlichen Adressen sind nach der Bereitstellung im Kundenportal einsehbar.

Inklusive1 IPv4-Adresse

Die erste Adresse dient der Hostverwaltung und der ersten SSH-Verbindung.

Zusätzlich verfügbar0–255 Adressen

Anzahl nach VM-Bedarf und Netzwerkplanung wählen.

Maximal insgesamt256 IPv4-Adressen

Die Anzahl der Adressen entspricht nicht der Anzahl möglicher VMs.

  1. 01

    Zuerst den Verwaltungszugang sichern

    Die erste IPv4-Adresse und die Host-Zugangsdaten im Kundenportal prüfen und die Erreichbarkeit der Verwaltungsverbindung bestätigen. Host-Verwaltungsadresse und Anwendungsadressen getrennt dokumentieren, damit dieselbe öffentliche IP nicht Host und Gastsystem zugewiesen wird.

  2. 02

    Dann das Bridge-Netzwerk einrichten

    Zusätzliche Adressen können über ein Bridge-Netzwerk von Proxmox VE VMs zugewiesen werden. Gateway, Netzmaske und Routing richten sich nach den tatsächlich bereitgestellten Angaben. Benachbarte IP-Adressen sind kein Beleg für eine bestimmte Netzwerkkonfiguration; unbestätigte Werte sollten nicht eingetragen werden.

  3. 03

    Jedes Gastsystem einzeln prüfen

    Gekaufte Adressen den Gastsystemen zuweisen und Netzwerkeinstellungen, Firewall sowie Rückroute prüfen. Anschließend ein- und ausgehende Verbindungen testen. Nach jeder Änderung die Zuordnung von Adresse und VM dokumentieren, um Konflikte zu beheben und Migrationen zu erleichtern.

Betriebssysteme

14 kostenlose Betriebssysteme für Host und VMs

Im Konfigurator stehen die folgenden kostenlosen Betriebssysteme zur Auswahl. Proxmox VE 8 und 9 können direkt als Virtualisierungshost installiert werden. Die übrigen Distributionen dienen als Orientierung für Gastsysteme. Die Installation des Serversystems und die Installation eines VM-Betriebssystems sind getrennte Vorgänge: Ein vorinstallierter Host erstellt nicht automatisch VMs.

Proxmox VE

89

Hostsystem: Nach der Installation lassen sich KVM-VMs, Speicherpools und Bridges verwalten. Die Ressourcen der Gastsysteme werden vom Host zugewiesen.

Kostenlos vorinstalliert · Virtualisierungshost

AlmaLinux

8910

Kostenloses Serversystem, auch als Linux-Gastsystem geeignet. Die Version sollte zu Anwendungsabhängigkeiten, Software-Repositories und Upgrade-Pfad passen.

Zur Auswahl von Gastsystemen

CentOS Stream

910

Kostenloses Serversystem, auch für Entwicklungs- und Anwendungs-VMs geeignet. Vor der Bereitstellung prüfen, ob die verwendete Software die gewählte Distributionsversion unterstützt.

Zur Auswahl von Gastsystemen

Debian

111213

Kostenloses Serversystem und mögliche Linux-Distribution für VMs. Nach der Installation in einer VM müssen Updates, Netzwerk und Anwendungsdienste separat eingerichtet werden.

Zur Auswahl von Gastsystemen

Ubuntu Server

22.04 LTS24.04 LTS26.04 LTS

Kostenloses Serversystem und mögliche Basis für Anwendungs-VMs. Image-Version und Laufzeitumgebung sollten vor der Migration auf Kompatibilität geprüft werden.

Zur Auswahl von Gastsystemen

FreeBSD

13

Kostenloses Serversystem und mögliche Option für Gastsysteme. Die Kombination aus virtueller Netzwerkkarte, Laufwerkscontroller und Treibern sollte praktisch getestet werden.

Zur Auswahl von Gastsystemen

Gastsysteme müssen in der virtualisierten Umgebung separat installiert und verwaltet werden. Image-Quelle, Treiber, Softwarelizenzen und Update-Strategie sind jeweils zu prüfen. Eine kostenlose Vorinstallation beinhaltet kein kommerzielles Support-Abonnement.

Windows-Hostoptionen

Windows-Server-Lizenz monatlich abgerechnet

Standard und Datacenter sind in den Versionen 2019, 2022 und 2025 erhältlich. Als Systemsprache stehen Englisch, traditionelles Chinesisch und vereinfachtes Chinesisch zur Auswahl. Nach der Wahl eines Windows-Serversystems erfolgt die Verbindung per RDP. Es handelt sich um eine andere Hostoption als Proxmox VE.

Windows Server Standard

+$19/Monat

Geeignet für Server, die vorwiegend eine einzelne Windows-Anwendung ausführen. Die Version sollte nach Anwendungskompatibilität gewählt werden. Anschließend sind Remotezugriff, Sicherheitsupdates und Datensicherungen einzurichten.

Eine Betriebssystemlizenz umfasst nicht automatisch die Lizenz für Anwendungssoftware. Nutzungsrechte für Datenbanken, Middleware und andere kommerzielle Anwendungen sind separat zu prüfen.

2019 / 2022 / 2025

Windows Server Datacenter

+$31/Monat

Geeignet für Windows-Host-Deployments mit geplanter Hyper-V-Nutzung. Auch nach Aktivierung der Rolle müssen virtuelle Switches, VM-RAM, Speicherorte und Verwaltungsadressen separat geplant werden.

Der Geltungsbereich der Lizenz für Gastsysteme richtet sich nach den tatsächlichen Lizenzbedingungen. Dieser Monatspreis ist keine allgemeine Lizenz zur Nutzung beliebiger Gastsysteme oder kommerzieller Software.

2019 / 2022 / 2025

Vor der Wahl des Hosts sollten Verwaltungswerkzeuge und Anforderungen der Gastsysteme feststehen: Mit Proxmox VE werden KVM-Gastsysteme auf diesem Host verwaltet; mit Windows Server werden die benötigten Windows-Rollen eingerichtet. Es bedeutet nicht, dass auf demselben Server beide Hostsysteme vorinstalliert sind.

Host nach RAM und Betriebssystem konfigurieren

Zuerst 128 oder 256 GB RAM festlegen, dann Proxmox VE 8 oder 9 auswählen und Laufwerke, Bandbreite sowie zusätzliche IPv4-Adressen prüfen. Abrechnung in US-Dollar; verfügbare Zahlungsarten sind im Konfigurator aufgeführt.

Gesamtbetrag = Monatspreis × Anzahl der Monate. Durch die Vorinstallation werden keine VMs, Speicherpools oder Anwendungsnetzwerke automatisch eingerichtet.